Horst Voigt

Akustischer Bass und Chöre

Tonstudio Ringstrasse '11
Tonstudio Ringstrasse '11

Ganz kurz:

 

Schule, Konservatorium, Kurse, Jobs, Ehe – alles erfolgreich abgebrochen.

 

Die gescheiter(t)e Existenz: einfach nur Spielen!

 

 

CRO Tour Porec '11
CRO Tour Porec '11

Oisdann, de Gschicht war a so:

 

Begonnen hat alles mit einem Kinderxylophon, einer Melodica und einem Klavier. Und weil der kleine Horsti gelegentlich diese Instrumente traktiert hat, wurde daraus geschlossen: Musikalisch!

 

Klarerweise, Klavierstunden und so. Klavier!! Und das hab ich dann halt bis zum 12. Lebernsjahr über mich ergehen lassen, mit dem festen Vorsatz: alles sparen, bis endlich das Geld reicht für eine Orgel. Als es dann soweit war – endlich – gleich die erste Band! Ist mir a bisserl peinlich, war aber halt so. Warum peinlich? 

 

 

Na ja, ich war zwölf. Wenn sich in diesem Alter ein paar Burschen zum musizieren zusammentun, denkt man eher an ein Wachauer Kinderquintett, die unter den Argusaugen der Eltern die Altersheime der Umgebung beglücken. Wir waren aber eine wirkliche Band und wirklich gut! Gespielt haben wir auf grossen Bällen und ähnlichen Veranstaltungen. Wer sich jetzt wundert, wie soll das gehen mit zwölf? Tja, in den Nachkriegsjahren war vieles möglich. (booaaa). 

 

 

 

DTUB studio Stroheim
DTUB studio Stroheim

Es folgten erste Kontakte zu verschiedensten Musikern und Musikhäusern. Weil ich mich halt net gar so blöd angestellt habe, kam es in weiterer Folge sogar soweit, dass ich auf der Wiener Internationalen Herbstmesse Orgeln präsentieren durfte. Nebenbei ein bisserl Jammen, absolut geil! Und Geld gabs auch noch dafür. Was macht ein normal denkender pubertierender Österreicher klarerweise? Schule ade!

 

Mittlerweile bin ich zu der Auffassung gelangt, dass meine „wenig Zufriedenstellend“  in Betragen von meiner Abwesenheit vom Schulunterricht herrühren. Irgendwann wars mitn Durchschwindeln in der Schule vorbei.

 

 

Spinnerei Traun '12
Spinnerei Traun '12

Mit Fünfzehn habe ich dannn über eine Annonce bei einer Internationalen Galaband angeheuert. Ahh, Schifferlfahren übers Meer, Sonne, a bisserl spielen... eine mahnende Stimme aus dem häuslichen Hintergrund: NEIN! Wenn schon keine Matura, dann wenigstens eine Lehre! Damit du nicht endest wie dein Vater! An dieser Stelle angemerkt: Ja, der Papa war Musiker, und zwar ein verdammt guter. 

 

Also gut, Lehre im Musikinstrumentenhandel. Habe gleich Kurse in Elektronik besucht, weil Werkstatt einfach gscheiter war als Kunden in den Hintern zu kriechen (Neudeutsch: indenhinternzukriechen).

 

Dann war die Lehre vorbei, und ich habe mir gleich mal meine eigene Steuernummer geholt. Das Leben als „Selbstständiger“ war damals nicht so wichtig, aber wir wollten einen Plattenvertrag. Tja, und den kriegte man halt nur mit einer Produktion aus einem Studio. Wir steckten alle Ersparnisse in dieses Projekt. Bis das Geld weg war – und die Produktion halb fertig! Der Studiobesitzer hat uns angeboten, bei ihm zu arbeiten: zwischen ein paar Takes Klavierstimmen, Kaffee kochen, staubsaugen, putzen, waschen, Rasen mähen, und was ihn halt sonst so nicht gefreut hat.

 

 

Volkheim Linz '12
Volkheim Linz '12

Dann gings rauf die Karriereleiter: Produktionsbetreuung, Servicetechnik, Tontechnik. Kontakte zu Künstlern, Managements und Plattenfirmen. Aber ich wollte einfach nur spielen!

Was braucht man um eigene Wünsche zu verwirklichen? Ein eigenes Studio! Auf der Suche bin ich auf dem Weg nach München in Wels hängen geblieben.

 

Und plötzlich wars vorbei mit Reichtum ohne Sorgen! Buckeln für Kunden, Produzenten, Werbeagenturen, Kollegen, Freunde und die Bank. Sicher, ich hatte jede Menge Produktionen, allerdings auch jede Menge km: Wien-Wels-Wien-Wels....

 

Und weil’s eh gerade sehr anstrengend ist, die Steigerung: Ehe, Zivildienst, neue Aufgabenbereiche wie Studios umbauen und Studios neu bauen. Die Frau in Ebensee, eine Baustelle in Eferding, das Studio in Wels, die Kunden in Wien. Alles mitn Drahtesel und der Eisenbahn. Irgendwann hats dann gereicht. Man muss Prioritäten setzen! Also, Ehe, Keyboard und Studio Tschüss, nur mehr Bass, nur mehr spielen! (hat da jetzt wer meinen Umstieg verpasst?)

 

 

Monkey 1/3
Monkey 1/3

„Curtila“ hat die Band geheißen und heißt sie immer noch, wenn wir gelegentlich spaßhalber wieder mal das Besteck in die Hand nehmen. Bestätigt die Philosophie: Im Trio ist kein Musiker ersetzbar, das wäre dann einfach eine andere Band!

Und wenn man selber Spaß hat, kann das nur eines heißen: irgendwann geht das Geld aus. 

 

Es folgte ein Jahr im Hotelbusiness in der Türkei. Hört sich so richtig wäähh an, aber war definitiv die beste Zeit meines Lebens! Wir waren ein tolles Trio: eine irische Sängerin, ein türkischer Gitarrist und ich halt. Wir rockten die Clubdiscos und Beachpartys an der Südküste.

Monkey 2/3
Monkey 2/3

Die wichtigsten Entscheidungen am Morgen: Aufstehen oder nicht, in welcher Pool Bar frühstücken wir heute?

Nebenbei hatten sich die Steuerschulden meines Studios abbezahlt (uups, hab ich da vergessen was zu erwähnen?).

 

Das war 1993, und eigentlich hätte es nur mehr bergauf gehen können. Aber dann hat die PKK (nein, das war keine konkurrierende Band) angefangen, Bomben zu schmeißen, und ich bin nicht weiter nach Istanbul , sondern wieder zurück nach Österreich. 

Monkey 3/3
Monkey 3/3

Hier hielt der Fortschritt seinen Einzug: Studios sind auf dem halben Weg zu Digital, Plattenfirmen sind auf dem halben Weg in die EU, nichts für mich! Und Bassisten braucht auch keiner!

 

Ergo: Live-Tontechnik, PA-Verleih, Kulturverein, Gala-Band. Und weil das alles halt doch nicht reicht, als Krönung ein Jahr mit der lautesten Bierzeltband Österreichs! 4 mal die Woche 115 dB, 80.000 Km im Jahr, vergessts mich doch! Der Geruch von Grillhendl dreht mir heute noch den Magen um!

 

In weiterer Folge, einiges gemacht und ausprobiert, aber verdammt, ich will einfach nur spielen!

 

 

Beruflich mach ich natürlich immer noch das, was ich kann: Tontechnik. Wie das Leben dann so spielt, ich lerne einen gscheiten Gitarristen kennen (Peter), der aber am Anfang nicht so wirklich anspringt. Nebenbei steht mein ehemaliges Studio in Wels zum Verkauf.

 

Weil mas grad wieder mal haben, denke ich mir, warum nicht ein neues Büro? Ich brauch beim Arbeiten einen ordentlichen Ton.

 

Der Kontakt zum Peter ist nach wie vor vorhanden, beim Anblick des Studios kommt er doch ins Grübeln. Jetzt brauchen wir noch unsere Instrumente.

Und aus Spaß wird Ernst: DTUB

 

Ja Leute, ich weiß: mein Lebenslauf liest sich wie die Autobiographie von Johannes Heesters, aber zum einen hab ich einiges erlebt und zum anderen: Nein, das im Steckbrief angegebene Alter wird (noch) nicht widerrufen!!

 

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